Käufe aus sozialen Kanälen nachvollziehen: Bei TikTok-Shop prüft Shopify den Bestand, bevor ein TikTok-Auftrag in Shopify entsteht.; UTM-Parameter kennzeichnen nur erfassten Traffic, keine plattforminternen Käufe.; GA4-purchase-Ereignis kann Transaktionskennung enthalten; mit Auftrag abgleichen.
Bild: Socialhandel

Erfolgsmessung

Teil von Social-Commerce-Erfolg messen

Käufe aus sozialen Kanälen nachvollziehen

So gleichen Händler Aufträge mit Kaufsignalen und Herkunftsdaten ab und benennen die Grenzen von UTM- und Attributionsberichten.

Um belegte Bestellungen einem sozialen Kanal zuzuordnen, brauchen Sie den Auftragsbestand, verfügbare Herkunftsdaten und eine benannte Berichtsregel. Eine gekennzeichnete Shop-URL zeigt, woher ein erfasster Besuch kam. Sie belegt weder für jeden späteren Auftrag denselben Ursprung noch den alleinigen Einfluss eines Beitrags.

Den Auftragsbestand festlegen

Beginnen Sie mit den Bestellungen aus dem für den Kaufweg zuständigen System. Notieren Sie Zeitraum, einbezogene Auftragsstatus und Bestellort.

In der dokumentierten Instagram-Shopping-Verbindung von Shopify endet der Kauf im Shopify-Checkout. TikTok Shop ermöglicht einen Kauf auf TikTok; bei einer verbundenen Einrichtung können Aufträge in Shopify erscheinen. Prüfen Sie die tatsächlich eingerichtete Funktion und den Auftragsbestand beider relevanten Systeme.

Bei der beschriebenen TikTok-Anbindung prüft Shopify verfügbaren Bestand, bevor ein TikTok-Shop-Auftrag in Shopify erstellt wird. Fehlt dort ein Auftrag, prüfen Sie den Plattformauftrag und die Synchronisierung. Aus dem Shopify-Bestand allein folgt in diesem Fall keine vollständige Zahl der TikTok-Käufe.

Käufe aus sozialen Kanälen zuordnen: Ablauf in vier Schritten

  1. Auftragsbestand festlegenZeitraum, Auftragsstatus und Bestellort notieren; relevante Systeme prüfen
  2. Herkunft für Shop-Links dokumentierenutm_source, utm_medium, utm_campaign einheitlich vergeben und Zieladresse prüfen
  3. Zuordnung benennenZeitraum, Auftragsumfang, Bestellort und Zuordnungsregel offenlegen

Herkunft für Shop-Links dokumentieren

Für selbst gesetzte Links zum eigenen Shop können Sie utm_source, utm_medium und utm_campaign einheitlich vergeben. utm_content kann verschiedene Inhalte einer Kampagne unterscheiden. Prüfen Sie an der veröffentlichten Zieladresse, ob die Kennzeichnung erhalten bleibt und im verwendeten Bericht ankommt. Unterschiedliche Großschreibung oder Namen für denselben Kanal können Berichtszeilen aufteilen.

UTM-Parameter kennzeichnen erfassten Traffic zur Zieladresse. Sie erfassen keinen nativen Produkt-Tag oder einen vollständig plattforminternen Kauf, der den Shop-Link nicht nutzt. Notieren Sie für solche Wege, welche Bestell- und Herkunftsdaten die Plattform tatsächlich bereitstellt, statt sie nachträglich einem Shop-Link zuzuschreiben.

Kaufsignal und Auftrag verbinden

Bei Käufen im eigenen Shop kann ein passend eingerichtetes GA4-purchase-Ereignis eine Transaktionskennung enthalten. Vergleichen Sie diese Kennung, soweit vorhanden, mit dem Auftrag. Halten Sie getrennt fest, ob ein Auftrag ohne Kaufsignal, ein Signal ohne passenden Auftrag oder mehrere Signale zu einem Auftrag vorliegen. Erst nach diesem Abgleich sollten Sie die Herkunft der belegten Aufträge auswerten.

Für eine knappe Übersicht genügen vier Spalten: gesamte Aufträge, davon im gewählten Bericht Social zugeordnet, Aufträge ohne belastbare Herkunft und verwendete Zuordnungsregel. Die Gesamtsumme bleibt erhalten, auch wenn Herkunftsdaten fehlen.

Was die Zuordnungsübersicht enthalten muss

  • Gesamte Aufträge
  • Davon im gewählten Bericht Social zugeordnet
  • Aufträge ohne belastbare Herkunft
  • Verwendete Zuordnungsregel

Die Zuordnung richtig benennen

GA4 unterscheidet erste Nutzerquelle, Sitzungsquelle und Herkunft auf Ereignisebene. Shopify bietet ebenfalls unterschiedliche Attributionsmodelle; seine marketingzugeordneten Verkäufe umfassen entsprechend nachverfolgbaren Traffic und können von anderen Verkaufsberichten abweichen. Vergleichen Sie Zahlen verschiedener Werkzeuge erst, wenn Zeitraum, Auftragsumfang, Bestellort und Zuordnungsregel bekannt sind.

Eine zugeordnete Bestellung ist eine Aussage des gewählten Berichts. Sie zeigt keine lückenlose persönliche Kaufgeschichte und beweist nicht, dass ein einzelner Beitrag den Kauf verursacht hat. Das Nachzeichnen der sichtbaren Stationen vom Beitrag bis zur Produktseite ist eine andere Aufgabe; hier zählt die nachvollziehbare Zuordnung bereits belegter Aufträge.

Mehr aus Erfolgsmessung